Das Urlaubsverhalten verändert sich rasch
Eine aktuelle Befragung der European Travel Commission (ETC) zeigt, dass 76 % der europäischen Reisenden ihre Urlaubswahl an den Klimawandel anpassen. Ein beträchtlicher Teil meidet dabei gezielt extrem heiße Regionen. Die ETC meldet außerdem einen Rückgang des Interesses an südeuropäischen Reisezielen um 8 %, während kühlere Ziele in Nord- und Mitteleuropa an Beliebtheit gewinnen.
Derselbe Trend zeigt sich auch in den Zahlen für 2025: Die Zahl der internationalen Ankünfte in Europa lag um 4,9 % über dem Vorjahr, insbesondere in der Vor- und Nachsaison. Das Wachstum konzentriert sich somit nicht allein auf den Sommer, sondern gerade auch auf die ruhigeren Zeiten. Das passt zu Unternehmen, die ihre Saison verlängern möchten (ETC, Q1 2025).
Die Niederlande werden zum Coolcation-Ziel
Mit gemäßigten Sommern, wasserreichen Landschaften und guter Infrastruktur sind die Niederlande eine attraktive Wahl für Touristen, die der Hitze ausweichen möchten. Regionen wie Friesland, die Veluwe, das Rivierengebied und die holländische Küste verzeichnen spürbar mehr Buchungen. Diese kommen von niederländischen Gästen ebenso wie von Reisenden aus Deutschland, Belgien, dem Vereinigten Königreich und sogar Südeuropa.
Ausländische Investoren steigen ein
Auch Investoren reagieren auf diesen klimabedingten Trend. Im Jahr 2024 wurden in den Niederlanden mehr als 420 Millionen Euro in touristische Immobilien investiert – ein Anstieg um 65 % gegenüber 2023. Dazu gehören Hotels, Ferienparks und luxuriöse Übernachtungskonzepte. Einige auffällige Entwicklungen:
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Veluwe und Noord-Holland: Skandinavische und deutsche Investoren kaufen Campingplätze und Ferienparks.
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Zuid-Holland: Bürogebäude werden in Hotels umgewandelt, häufig mit Ausrichtung auf Naturtourismus oder nachhaltige Übernachtungsangebote.
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Friesisches Seengebiet: Die Zahl der Zweitwohnsitzprojekte wächst, auch durch ausländische Käufer, die auf längere Aufenthalte in kühleren Regionen setzen.
Nach Angaben von CBRE wird das Angebot auf dem niederländischen Markt für Hotels und andere Beherbergungsbetriebe knapper, insbesondere in naturnahen und wasserreichen Regionen. Die Gemeinden erteilen nur begrenzt neue Genehmigungen. Dadurch gewinnen bestehende Standorte an Wert.
Was bedeutet das für Sie als Freizeitunternehmer?
Die Verbindung aus verändertem Tourismus und steigendem Investitionsdruck bringt Chancen und Herausforderungen mit sich. Drei konkrete Ansatzpunkte:
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Investieren Sie in Komfort und Abkühlung
Auch in den Niederlanden steigt die Nachfrage nach Komfort bei warmem Wetter. Sorgen Sie für natürlichen Schatten, Badegewässer, intelligente Belüftung und klimaangepasste Einrichtungen.
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Positionieren Sie Ihren Standort als Coolcation-Ziel
Heben Sie in Ihrer Vermarktung die naturnahe Lage, Ruhe, Wasser und das mildere Klima hervor. Das passt zum veränderten Bewusstsein der Touristen: sicher, entspannt und bei angenehmen Temperaturen Urlaub machen.
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Machen Sie Ihren Betrieb für Partnerschaften oder eine Übernahme attraktiv
Planen Sie eine Erweiterung oder möchten Sie Ihr Unternehmen langfristig verkaufen? Dann sorgen Sie für verlässliche Unternehmenszahlen und denken Sie über skalierbare Konzepte nach. Der Investitionsmarkt bietet Potenzial für innovative, nachhaltige Unternehmen in der Freizeitbranche.
Die Fakten im Überblick:
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76 % der europäischen Reisenden passen ihre Urlaubswahl an den Klimawandel an (ETC)
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8 % weniger Interesse an Südeuropa
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+4,9 % internationale Ankünfte in Europa (Q1 2025)
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420 Millionen Euro touristische Investitionen in den Niederlanden (CBRE)
Fazit
Der Aufstieg der Coolcations ist mehr als ein vorübergehender Trend. Europäische Touristen verändern ihr Verhalten grundlegend, beeinflusst von Klimabewusstsein und gesundheitlichen Überlegungen. Für niederländische Freizeitunternehmer eröffnet sich eine besondere Chance: Greifen Sie das Bedürfnis nach Komfort, Natur und mildem Wetter auf. Während ausländische Investoren aktiv werden, können Sie als Unternehmer Ihren Platz in dieser neuen Tourismusentwicklung sichern oder den entstandenen Unternehmenswert durch einen Verkauf realisieren.

