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Frankreich verbietet Rauchen an Stränden und in Parks – sind die Niederlande für denselben Schritt bereit?
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Frankreich verbietet Rauchen an Stränden und in Parks – sind die Niederlande für denselben Schritt bereit?

Von Richard de Bruin··4 Min. Lesezeit
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Ab dem 1. Juli 2025 ist Rauchen in Frankreich an Stränden, in Parks, an Schwimmbädern und rund um Schulen verboten. Ein entschlossener Schritt der französischen Regierung hin zu einer rauchfreien Generation. Nachdem zuvor Hotellerie und Gastronomie, öffentliche Gebäude und Arbeitsplätze rauchfrei wurden, verlagert Frankreich den Kampf gegen Tabak nun ins Freie. Rauchen wird … Weiterlesen

Frankreichs Maßnahme: Rauchen aus dem Straßenbild verbannen

Die neuen Regeln verbieten das Rauchen in Frankreich auf nahezu allen öffentlichen Freiflächen: von Stränden und Parks über Bushaltestellen und Bibliotheksvorplätze bis zum Umfeld von Schulen. Bei Verstößen wird ein Bußgeld von €135 fällig. Die Maßnahme ist Teil eines umfassenderen Plans, bis 2032 eine vollständig rauchfreie Generation zu erreichen. In Frankreich rauchen noch immer fast 30% der Erwachsenen täglich – und die Regierung will eine Trendwende herbeiführen.

Die französischen Gesundheitsbehörden betonen, dass Kinder ein Recht auf ein rauchfreies Lebensumfeld haben und dieser Schritt wichtig ist, damit Rauchen nicht länger als „normales Verhalten“ wahrgenommen wird. Auch die Verringerung von Zigarettenstummeln in der Natur spielt eine Rolle: An Stränden sind Zigarettenfilter seit Jahren der am häufigsten gefundene achtlos weggeworfene Abfall.

Und die Niederlande?

Auch in den Niederlanden ist das Rauchen aus immer mehr Bereichen verschwunden. Innenräume sind seit 2008 weitgehend rauchfrei, und seit 2021 sind selbst Raucherräume in Hotellerie und Gastronomie sowie an Arbeitsplätzen verboten. Rund um Schulen, auf Bahnsteigen, bei Sportvereinen und auf Spielplätzen gilt schon länger ein Rauchverbot. Dennoch bleibt das Rauchen im Freien an den meisten Orten erlaubt – etwa auf Terrassen, in Stadtparks und an Stränden.

Doch es kommt Bewegung in die Sache. Kommunen erproben immer häufiger rauchfreie Zonen an stark frequentierten Orten im Freien. Den Haag hat Teile des Strandes rauchfrei gemacht, und auch andere Städte führen rauchfreie Parks ein. Häufig geschieht das ohne Bußgelder, dafür mit Hinweisschildern und öffentlicher Aufklärung. Auffällig ist: Viele Besucher halten sich freiwillig daran.

Freizeitparks setzen auf rauchfreie Zonen

Auch die Freizeitbranche selbst geht voran:

  • Efteling – seit 2020 über den Park verteilte Raucherzonen. An anderen Stellen ist das Rauchen verboten.

  • Walibi Holland – seit 2021 ist Rauchen nur in Raucherzonen erlaubt.

  • DierenPark Amersfoort – vollständig rauchfrei, mit Ausnahme einer Zone am Eingang.

  • Ouwehands Dierenpark – wenige Raucherbereiche, vor allem am Eingang.

  • Diergaarde Blijdorp – klar ausgewiesene Raucherzonen, außerhalb davon ist das Rauchen verboten.

  • Wildlands Emmen – einige Raucherzonen, strenge Kontrolle der Einhaltung.

  • Avonturenpark Hellendoorn – seit 2023 vier feste Raucherbereiche.

Der Trend ist deutlich: Freizeitunternehmen entscheiden sich bewusst für Zonen oder vollständig rauchfreie Gelände, auch aus Gründen der Kinderfreundlichkeit, des Images und der Abfallvermeidung.

Zustimmung zu rauchfreien Außenbereichen wächst in den Niederlanden

Eine Untersuchung des Trimbos-instituut zeigt, dass eine Mehrheit der Niederländer rauchfreie Zonen an Orten befürwortet, die Kinder besuchen, etwa auf Spielplätzen, in Schwimmbädern und in Zoos. Auch für Strände gibt es breite Zustimmung. Gut 70% der Nichtraucher finden, dass Rauchen dort nichts zu suchen hat. Selbst unter Rauchern ist die Bereitschaft, bestimmte Zonen zu meiden, auffallend groß.

Zudem sinkt die Zahl der Raucher in den Niederlanden stetig. Im Jahr 2023 rauchten noch 18% der erwachsenen Bevölkerung täglich, gegenüber 27% zehn Jahre zuvor. Die Zustimmung zu strengeren Regeln wächst also mit dem Gesundheitstrend.

Ein rauchfreier Park: Hype oder logischer nächster Schritt?

Was in Frankreich als landesweite Maßnahme eingeführt wird, geschieht in den Niederlanden vor allem lokal und freiwillig. Fachleute erwarten jedoch, dass es nicht bei unverbindlichen Hinweisschildern bleibt. „Wie bei Hotellerie und Gastronomie sieht man, dass zunächst eine Gewöhnung nötig ist“, sagt ein Sprecher von Gezondheidsfondsen voor Rookvrij. „Wenn die Menschen erst einmal merken, dass es angenehmer ist, folgt die gesetzliche Regelung von selbst.“

Auch Freizeitunternehmer beschäftigen sich immer häufiger mit rauchfreien Zonen. Weniger Abfall, geringere Brandgefahr und ein gesünderes Image machen sie attraktiv. Vor allem Ferienparks, Naturcampingplätze und Freibäder unternehmen bereits Schritte. Eine gesetzliche Regelung aus Den Haag bleibt jedoch vorerst aus.

Fazit: Frankreich geht voran, die Niederlande folgen vorsichtig

Frankreich setzt auf einen klaren Kurs: Eine rauchfreie Generation bedeutet auch einen rauchfreien öffentlichen Raum. Die Niederlande zeigen, dass Verhaltensänderungen auch durch gesellschaftliche Zustimmung und Eigeninitiative möglich sind. Doch die Frage ist nicht, ob rauchfreie Strände und Parks in den Niederlanden kommen – sondern wann.

Quellenangaben:

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