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Zweigeschossiges Haus mit dunkler Holzverkleidung, rotem Ziegeldach und Solarmodulen unter klarem blauem Himmel; davor stehen geschnittene Bäume und Hecken.
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Rosen, Dinner und Übernachtungen: Die Zeeuwse Oase erfindet sich neu

Von Richard de Bruin··3 Min. Lesezeit
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In den Poldern Zeelands entwickelt sich bei der Zeeuwse Oase eine Rosengärtnerei zu einem vielseitigen Ausflugs- und Übernachtungsziel, an dem Park, Gastronomie und Beherbergung ineinander übergehen. Floormanagerin Jennifer berichtet von einem Wandel, der noch lange nicht abgeschlossen ist. Zwischen den Rosenbeeten steht ein Bienenhotel, und hinter den Ferienhäusern duftet es nach Holzfeuer. Die Zeeuwse Oase in Zeeland … Weiterlesen

Zwischen den Rosenbeeten steht ein Bienenhotel, und irgendwo hinter den Ferienhäusern duftet es nach Holzfeuer. Die Zeeuwse Oase in Zeeland hat in den vergangenen fünf Jahren eine Verwandlung erlebt, die weit über Gartengestaltung hinausgeht. Wo einst Rosenproduktion und Gartenbesuche im Vordergrund standen, dreht sich der Betrieb heute um Erlebnisse im umfassenden Sinn: tagsüber die Terrasse, abends Restaurant und Tanzfläche sowie Unterkünfte für alle, die länger bleiben möchten.

„Wir haben uns bewusst für einen weniger streng gestalteten Garten entschieden“, sagt Floormanagerin Jennifer Haak. „Brennnesseln und wilder Bewuchs dürfen hier ihren Platz haben. Das passt zu dem, was wir sein wollen: kein Schaupark, sondern ein Ort, an dem man zur Ruhe kommt.“ Bienenstöcke und der Verkauf von eigenem Honig unterstreichen diesen Charakter.

„Die Besucher kommen nicht ausschließlich wegen des Gartens, sondern auch wegen des Gesamterlebnisses.“

Die Oase verbindet Rosen und Gastronomie

Die Rosengärtnerei der Oase besteht weiterhin, übernimmt aber eine andere Rolle. Verkauft wird das ganze Jahr über; Kenner nutzen gerade die Wintermonate für ihre Einkäufe. Die bald beginnende Blütezeit bleibt ein fester Bezugspunkt im Veranstaltungsprogramm. Neu in diesem Jahr ist der Roosendag, verbunden mit einem an zwei Tagen stattfindenden Dinner im Freien zwischen den blühenden Beeten. Das Konzept verknüpft das kulinarische Erlebnis unmittelbar mit dem Ort.

Die Zusammensetzung der Besucher verändert sich deutlich. Über viele Jahre war die Zeeuwse Oase stark vom deutschen Tourismus geprägt. Inzwischen wächst der Anteil von Gästen aus der näheren Umgebung, etwa aus Goes und Zierikzee. Diese Gruppe verhält sich anders: Sie kommt häufiger wieder und verbindet mehrere Angebote bei einem Besuch.

Hochzeiten, Jubiläen und geschlossene Gesellschaften bilden inzwischen das Rückgrat der Einnahmen. Gleichzeitig entsteht eine weitere Nutzungsform: Besucher suchen den Ort tagsüber als ruhigen Arbeitsplatz auf. Dabei geht es weniger um ein Büro als um eine Atempause – mit dem Laptop auf der Terrasse und Blick auf die Rosen. Der Parkcharakter bleibt erhalten und gewinnt eine zusätzliche Dimension.

Zwischen Rosen übernachten und arbeiten

Das Übernachtungsangebot der Oase schließt daran an. Die fünf Ferienhäuser und das Gartenhaus sind kompakt und verfügen über keine Kochmöglichkeiten. Im Mittelpunkt stehen Atmosphäre und das Leben im Freien. Feuerstellen und Außenöfen sind keine Nebensache, sondern prägen das Übernachtungserlebnis. Rund um den Jahreswechsel richtet sich der Betrieb gezielt an Hundebesitzer. Das ist ein Beispiel für das klare Nischenmarketing, mit dem sich die Oase abhebt.

Das Team ist vergleichsweise klein: zwei Gartenfachkräfte, ein technischer Mitarbeiter und flexibel eingesetztes Gastronomiepersonal, ergänzt um Teilzeitkräfte und Praktikanten, unter anderem von Scalda. Dass der Betrieb damit funktioniert, spricht für die Effizienz des Modells. Zugleich verdeutlicht es den Arbeitsaufwand auf einem Gelände, dessen Konzept teilweise auf Biodiversität beruht.

Die Oase findet ihre eigene Position

Wer die Zeeuwse Oase mit dem Bloemenpark Appeltern vergleicht, erkennt einen grundlegenden Unterschied in der Positionierung. Appeltern ist ein klassischer Besucherpark. Die Oase ist ein Ort zum Verweilen und Übernachten, an dem der Garten den Rahmen bildet und nicht das eigentliche Endprodukt ist. Dieser Unterschied klingt fein, bestimmt aber das gesamte Konzept: Programm, Gestaltung und Zielgruppen.

Eine Einschränkung: Konkrete Daten zu Besucherzahlen und Nutzung fehlen. In einer Branche, in der datenbasierte Steuerung zum Standard wird, verdient das Aufmerksamkeit – sowohl seitens des Betreibers als auch bei einer externen Bewertung des Konzepts.

Der Standort zeigt, wie aus einer traditionellen landwirtschaftlichen Nutzung ein wirtschaftliches Modell mit mehreren Standbeinen entstehen kann. Im Mittelpunkt steht die Verbindung aus Atmosphäre, Programm und Nutzung. Damit fügt sich die Oase in eine breitere Entwicklung ein, in der die Grenzen zwischen Park, Gastronomie und Beherbergung zunehmend durchlässig werden. Genau dort liegen Chancen.

Gebouw met houten gevel en zonnepanelen bij de Zeeuwse Oase

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