Das junge Amsterdamer Start-up Momants sorgt für Aufsehen in der Festivalbranche. Nicht, indem es selbst Karten verkauft, sondern indem es den bestehenden Verkauf intelligenter gestaltet. Mithilfe von KI werden nämlich genau jene Besucher gezielt angesprochen, die bereit sind, das teurere Ticket zu kaufen. Das Ergebnis: mehr Umsatz, ohne mehr Sitzplätze.
„Sie haben eine Chance von 0,5% auf eine Karte – warum stehen Sie dann noch in der Schlange?“ Diesen Frust kennen viele Fans. Doch durch den intelligenten Einsatz von Daten, sozialen Medien und Verhaltensanalysen findet Momants genau den Fan, der gerade noch bereit ist, eine Karte zu kaufen – und dafür mehr bezahlt.
Neue Einnahmequelle
Das KI-Tool hilft Veranstaltern nicht nur beim Ticketverkauf, sondern auch dabei, kurzfristig freie Sitzplätze zu besetzen, höherpreisige VIP-Karten zu verkaufen oder Fans gezielt auf vergleichbare Events anzusprechen. Für Festivals wie Mysteryland und das Amsterdam Dance Event ist das keine Zukunftsmusik mehr – es geschieht bereits.
„Wir wollen nicht das neue Ticketmaster werden“, sagt Gründer Jan Willem van der Meer, „sondern uns in bestehende Systeme integrieren. Das Ziel ist, aus jedem verkauften Sitzplatz mehr herauszuholen.“
Intelligente Software, bares Geld
Das Potenzial ist enorm. Laut dem Marktforschungsunternehmen Juniper Research wächst der weltweite Umsatz mit dialogbasierter KI von $5,4 Milliarden auf über $23 Milliarden im Jahr 2027. Bei dieser Entwicklung will Momants gemeinsam mit anderen Akteuren wie Gilde, Machinese Sports und ServiceNow eine Vorreiterrolle einnehmen.
Zum Schluss …
KI ist kein Hype mehr, sondern handfestes Geschäft. Veranstalter, die es klug angehen, verdienen künftig nicht nur an ausverkauften Sälen, sondern auch an intelligenten Algorithmen, die ihr Publikum besser kennen als sie selbst.
Quellen:
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Financieel Dagblad, 12. Juni 2025
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Juniper Research (2024)
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Interview mit Momants-Gründer Jan Willem van der Meer




