Gastvrij Gelderland Impact Awards für umfassenden Mehrwert
Die neuen Preise würdigen Gemeinden und Unternehmen, die sich für eine starke, nachhaltige und zukunftsfähige Tourismus- und Hospitality-Branche einsetzen. Bei dieser ersten Ausgabe stand die Bedeutung für Einwohner, Besucher und das Umfeld im Mittelpunkt. Damit verlagert sich der Blick von rein wirtschaftlichen Leistungen auf den umfassenderen Beitrag von Freizeitangeboten, Tourismus sowie Hotellerie und Gastronomie.
Für Fachleute der Freizeitwirtschaft bieten die beiden Gewinner unterschiedliche Anknüpfungspunkte. Ede verknüpft den Empfang von Erholungssuchenden mit der Qualität der Landschaft. Het Noorden van Aalten zeigt nach Einschätzung der Jury, wie ein Unternehmen durch Arbeit, Ausbildung und Zusammenarbeit eine Rolle in der lokalen Gemeinschaft übernehmen kann.
Gastvrij Gelderland Impact Awards: Ede verbindet Natur und Besucherempfang
Die Gemeinde Ede gewann in der Kategorie Gemeinden mit den Edese Ontvangstlocaties Veluwe. In diesem Programm kommen die Wiederherstellung der Natur, nachhaltige Mobilität, der Empfang von Erholungssuchenden, Kulturerbe und Besuchermanagement zusammen. Die Jury würdigte sowohl den Umfang als auch die konkrete Umsetzung.
Die fachliche Bedeutung liegt in dieser Verknüpfung. Ein Besucherempfangsstandort umfasst mehr als den Ort, an dem ein Besuch beginnt. Auch die Erreichbarkeit, der Umgang mit der Natur und die Geschichte des Gebiets spielen eine Rolle. Deshalb bündelt der Ansatz aus Ede diese Aufgaben in einem einzigen Programm. Für andere Destinationen ergibt sich daraus eine relevante Frage: Wie können Investitionen in Besuchereinrichtungen zugleich die Qualität des Gebiets stärken?
Gastvrij Gelderland Impact Awards: Het Noorden van Aalten gewinnt in der Kategorie Unternehmen
In der Kategorie Unternehmen ging der Preis an Het Noorden van Aalten. Die Jury beschrieb das Unternehmen als Begegnungsort, Arbeitgeber und Ausbildungsstätte. Sie würdigte das gesellschaftliche Engagement und die Zusammenarbeit über die Grenzen des eigenen Unternehmens hinaus.
Damit beleuchtet die Auszeichnung eine weitere Seite der Wirkung. Die Bedeutung eines Unternehmens der Tourismus- und Hospitality-Branche zeigt sich auch in den Chancen, die es Beschäftigten und Auszubildenden bietet, sowie in seiner Verbindung zum Umfeld. Darüber hinaus unterstreicht die Auszeichnung, dass lokale Zusammenarbeit Teil der Unternehmensentwicklung sein kann.
Sechs Finalisten verbinden Nachhaltigkeit und Zusammenarbeit
Bei den Gastvrij Gelderland Impact Awards standen neben Ede auch Ermelo und Rheden im Finale der Kategorie Gemeinden. Bei den Unternehmen gehörten Buitenplaats Beekhuizen und Moeke Mooren gemeinsam mit Het Noorden van Aalten zu den letzten drei.
Nach Angaben des Juryvorsitzenden Richard de Bruin waren die Unterschiede zwischen den Kandidaten mitunter gering. Gemeinsam war allen sechs, dass sie ihre Entwicklung mit ihrer Bedeutung für Einwohner, Besucher und ihr Umfeld verknüpfen. Nachhaltigkeit und Zusammenarbeit bildeten dabei wichtige Ausgangspunkte.
Freizeitparadox erfordert Raum und Investitionen
Die Preisverleihung fand während des ersten Gelderse Netwerkdag Recreatie & Toerisme statt. Platform Gastvrij Gelderland organisierte die Veranstaltung gemeinsam mit der Provinz Gelderland. Unternehmer, politisch Verantwortliche sowie Vertreter von Nutzern, Bildungseinrichtungen und anderen Organisationen diskutierten dort das Freizeitparadox: Der große wirtschaftliche und gesellschaftliche Wert der Branche schlägt sich noch nicht ausreichend in Aufmerksamkeit, Raum und Investitionen nieder.
Im Hauptvortrag und in der Podiumsdiskussion ging es deshalb um die Einbindung der Branche in Entscheidungen zu Gesundheit, Wohnungsbau und Mobilität. Shavonne Korlaar, Vorsitzende von Gastvrij Gelderland, verwies auf Arbeitsplätze und Ausgaben, aber auch auf Gesundheit, Begegnung und Einrichtungen, von denen Einwohner profitieren. Ihrer Einschätzung nach sind gesunde Unternehmen, Entwicklungsspielraum und Zusammenarbeit nötig, um diesen umfassenden Mehrwert zu nutzen.
Die Gewinner machen diese Diskussion auf zwei Ebenen konkret: Gebietsentwicklung und Unternehmertum. Ihre Beispiele geben der Branche Anlass, nicht nur über Besucherzahlen zu sprechen, sondern auch über den Beitrag zu Natur, Lernen und lokalen Einrichtungen. Weitere Informationen zum Konzept finden Sie unter Informationen zum Preiskonzept.
Die Diskussion über Raum und Investitionen wird auch auf nationaler Ebene geführt. Lesen Sie dazu den Artikel in LM Was soll eine nationale Strategie für Freizeit und Tourismus lösen?




